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Auswendig lernen = Verzweiflung?

Jeder kennt es schon oder es wird ihm beim ersten großen Vokabeltest klar-auswendig lernen, ist gar nicht mal so einfach. Regelmäßig verzweifeln Schüler nachmittags, beim Lernen. Man sitzt vor der endlos erscheinenden Liste von Vokabeln und denkt sich: „warum ist das nur so verdammt schwer?“

Um das Leiden der Schüler in diesem Punkt zu lindern, wurden viele Techniken zum auswendig lernen entwickelt. Hier möchte ich nur einige näher erklären. Zuerst einmal: Auswendig lernen lohnt sich nur wenn man schon etwas zum jeweiligen Thema weiß, ansonsten kann das Gehirn nicht sonderlich viel damit anfangen. Des Weiteren will man das Wissen, im Gedächtnis behalten und nicht, alles nach der Prüfung wieder vergessen.

Fangen wir mit der „Mnemotechnik“ an. So kompliziert wie sich das auch anhört, im Grunde ist es ganz einfach. Es geht bei dieser Technik, wie bei fast allen anderen auch, um das Speichern der Informationen im Langzeitgedächtnis. Als Hilfe, benutzen wir: Reime, Eselsbrücken oder Grafiken. Mit diesen Hilfen, bilden wir nun Assoziationsketten oder denken uns kurze Geschichten aus, in denen wir die zu lernenden Begriffe einbetten. Als Beispiel, was wahrscheinlich viele kennen, nehmen wir den Reim um sich die Flüsse in Deutschland zu merken

Isar, Iller, Lech und Inn fließen rechts zur Donau hin, Altmühl, Naab und Regen kommen ihr von links entgegen.“

Als zweites stelle ich euch die „Loci-Methode“ oder Roadmap-Methode vor. Sie zielt wie die „Mnemomethode“ auf die Speicherung der Informationen im Langzeitgedächtnis ab. Bei der Loci-Methode stellt man sich in Gedanken, eine Route (Am besten eignen sich Routen, die Ihr regelmäßig benutzt.)mit verschiedenen Routenpunkten vor. Die Lernbegriffe platziert ihr anschließend an die von euch festgelegten Routenpunkte. Wenn ihr nun die Route in Gedanken entlanggeht habt ihr an jedem Routenpunkt eine Information die ihr aufnehmt.

Die so genannte „Schlüsselwortmethode“ eignet sich besonders gut zum Vokabeln lernen. Bei dieser Methode, sucht man sich für ein fremdsprachiges Wort einfach eins aus der Muttersprache, dass sich so ähnlich anhört. Durch die Ähnlichkeit des Wortklangs, stellt das Gehirn eine Verbindung her. Wenn wir uns z.B. das englische Wort für Wut: „Anger“ nehmen, suchen wir uns dafür ein ähnlich klingendes deutsches Wort, z.B. „Acker“. Hören wir jetzt in einem Gespräch das Wort Acker, so denken wir auch gleichzeitig an das Wort „Anger“.

Für alle Techniken gilt aber natürlich, dass man sie wiederholt, denn nur Übung macht den Meister oder in diesem Fall konkret die Wiederholung. Man sollte auch ca. Stunden vergehen lassen, bevor man den Stoff erneut durchgeht. So bleiben die Informationen länger im Gedächtnis.

Der Weltrekord im Auswendiglernen von Wörtern wurde von Simon Reinhard aufgestellt, der in nur 15 Minuten, eine Liste mit 300 Wörtern fehlerfrei und in richtiger Reihenfolge vortragen konnte.

Max Fritsche

15 Jahre alt, besucht die 10. Klasse unserer Schule. Macht in seiner Freizeit gerne Sport und beschäftigt sich mit Politik. Redakteur bei Berthas Echo

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