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Genug ist genug!

14.02.2017. Ein 19-Jähriger Schütze tötet 17 Menschen und verletzt 14 schwer. Wo? An der Stoneman Douglas High School im US-Bundesstaat Florida.
Wieder eine Schießerei, wieder in einer Schule, wieder in den USA. Wieder ist man aufgewacht, hat auf seinem Smartphone die neusten Nachrichten aufgerufen und wieder springt einem so eine Tragödie entgegen.  Wenn man als Jugendlicher in der heutigen Zeit aufwächst, bekommt man alles mit, und ich rede hier nicht nur von den neusten Trends und Instagramfotos.
Man bekommt alles mit. Freude. Trauer. Angst. Und Wut.

Man bekommt sie eventuell nicht nur mit, sondern fühlt sie auch.
Wie kann ein 19-Jähriger junger Mann, welcher psychische Probleme hat, an halbautomatische AR-15 gelangen? Klar, in den USA ist angeblich alles möglich, doch irgendwo ist eine Grenze erreicht.
Ich möchte in diesem Artikel nicht zum tausendsten Mal die gleiche Diskussion zum Thema Waffengewalt in den USA thematisieren, denn mittlerweile ist man müde. Man kennt die Fakten. Man kennt die Argumente. Und man kennt seine eigene Meinung.
Doch ganz egal, wie diese auch lauten mag, man stumpft ab.
Ja, es ist traurig. Und ja, man möchte sich gar nicht ausmalen, wie schrecklich und traumatisch so ein Ereignis doch sein muss.
Doch man entwickelt eine gewisse Schale, welche durch jede Nachricht, durch jedes neue Ereignis, an Härte zunimmt.
Man liest und denkt „Tja, haben die Amis mal wieder toll hinbekommen“. Man scrollt weiter und vergisst.
Doch wollen wir vergessen? Dürfen wir? Dürfen einem bei solchen Mitteilungen solche Gedanken durch den Kopf schießen?
Eigentlich sollte eine solche Tragödie doch bestärken. Wachrütteln. Frieden wird so schnell nicht herrschen, doch sollten wir stets daran arbeiten. Und damit muss nicht unbedingt das Mithelfen bei einer gemeinnützigen Organisation oder das Spenden von Geld gemeint sein.
Bleibt sensibel. Nehmt nichts für selbstverständlich. Helft einander und seid füreinander da. Diese Sätze müssen wie Floskeln klingen, doch können sie dabei helfen, die Welt etwas besser und lebenswerter zu machen.
Vielleicht kann man nicht bei allem etwas bewirken, doch man kann stets versuchen, das Bestmögliche in dem zu tun, wo man es denn kann.
Die Welt ist kein perfekter Ort. Vielleicht nicht mal ein schöner.
Doch sie ist alles, was wir haben.

One Comment

  • Ferdinand

    17. März 2018 at 0:24

    Sehr interessanter Artikel! Wirklich gut geschrieben von einer tollen Autorin! Zum Schluss fällt mir noch Kant ein: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Also muss man nun definitiv handeln! Wollen wir denn sonst in einer Welt landen, in der solche Missetaten Normalfall werden? Ich glaube nein, deshalb finde ich den Widerstand der Schüler in Amerika wirklich gut und definitiv angebracht!
    Daher ist ihnen nur das Beste zu wünschen! Auf dass sie etwas verändern in diesem Land und die Politiker dazu bewegen zu handeln, bevor es zu spät ist!

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