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Eine Leinwand, zwei Geschichten

Immer wieder finden Forscher unter allseits bekannten Bildern weitere Gemälde. Mittels Röntgen-Fluoreszenzanalyse, können – ohne dass die Gemälde beschädigt werden – weitere Schichten analysiert werden.

Viele Künstler übermalten ihre Bilder immer wieder, bis sie ein Ergebnis erzielt hatten, mit dem sie sich zufrieden stellen konnten.

Vor langer Zeit waren, gerade für die Künstler welche wenig Geld besaßen, Leinwände große Investitionen. Also wurde so oft wie möglich eine Leinwand bemalt, zumindest bis einem das Endergebnis gefiel und man dachte, dass man ein Meisterwerk geschaffen hatte. Das beste Beispiel dafür lieferte Giovanni Giacometti (1868-1933), aus Briefen an seine Mutter ging hervor, dass er eine Leinwand zig mal bemalt haben soll, da er nicht genug Geld für eine weitere Leinwand hatte. Er lebte von 1888 bis 1891 mit einem Freund in Paris und die Kunstmetropole war schlichtweg zu kostspielig für einen jungen Künstler wie ihn. Leider wurde die dick bemalte Leinwand nie gefunden.

Andere Künstler jedoch übermalten ihr Bild, da sie z.B. dachten, dass sie keinen Abnehmer finden würden, da die Farben für die Zeit zu grell waren, das Motiv ungewohnt oder politisch anstößig war, oder der Frauenkörper zu zierlich gezeichnet schien. Der deutsche Künstler Max Pechstein (1881-1955) übermalte eine Dame aus oben genanntem Grund.

Andere jedoch übermalten ihre Bilder, weil ihnen einfach der Sinn nach einem anderen Motiv stand.

 

Berühmte Beispiele

Leonardo da Vincis Mona Lisa trägt eine verborgene Schönheit unter sich.

 

Lange war unklar, ob das „Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen“ wirklich von van Gogh stammt.
Mittels Röntgenanalyse wurde darunter ein ihm eindeutig zuschreibbares Gemälde entdeckt, somit ist klar: Auch das Blumenbild malte Vincent van Gogh.

 

Unter Pablo Picassos „Blauem Zimmer“ verbirgt sich das Porträt eines Mannes.

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