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Unsere Abhängigkeit von Instagram und Co. und warum wir sie nicht loswerden können

Keine Sorge, in diesem Artikel versuche ich nicht, euch ökomäßig in die Natur zu schicken, ich will einfach ein paar Erfahrungen schildern, welche ich in den letzten 1-2 Jahren gemacht habe.
Erst gestern ist mir einmal wieder aufgefallen, wie sehr mich die Social Media anstrengen. Ständig macht man sein Handy an, um zu schauen, ob dieser oder jener was hochgeladen, oder den letzten Post geliked hat. Aber was bringt es einem, zu sehen, was eine eigentlich fremde Person hochgestellt hat?
Manchmal ist man enttäuscht, weil man eine Person auf dem Bild sieht, von der man etwas anderes erwartet hätte, oder man entdeckt, dass Freunde etwas ohne einen unternommen haben. Die Frage aller Fragen ist aber, warum man sich diese virtuellen Ohrfeigen freiwillig und immer wieder geben lässt. Warum zwingt man sich selbst, etwas zu sehen, was einem weder eine Erkenntnis, noch eine Bereicherung bringt?
Ganz einfach: Aus Angst, etwas zu verpassen.
Man redet sich ein, man nutzt Instagram, Snapchat und so weiter, um mit seinen Freunden vernetzt zu sein. Aber eigentlich ist das Bullshit. Wie viele von deinen hunderten Followern sind denn „echte“ Freunde? Bei wem interessiert es dich wirklich, was er oder sie tut? Wer von ihnen kümmert sich wirklich um dich?
An sich niemand, aber wir reden uns das ein, weil wir süchtig sind.

Es ist es eine unglaublich verfahrene Situation. Wer kann mir denn sagen, dass er mit einem überwiegend positiven Gefühl Instagram verlässt? Man verschwendet freiwillig Lebenszeit. Bevor ich Instagram öffne, mache ich meistens mit mir einen Deal: 15 Minuten und dann machst du was anderes.
Ich lüge mich immer wieder selbst an. Aus den 15 Minuten wird schnell mal eine Stunde und ich habe für kreative Dinge keine Zeit mehr.
Social Media stumpft einen ab.

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass einem „handyfreie Zeit“ etwas bringt. Ich bin mal mit Klamotten baden gegangen, und als ich bis zum Kinn im See stand, fiel mir auf, dass ich mein Handy in der Hosentasche hatte. Nach diesem Fauxpas hatte ich zwei Monate kein Handy mehr, und es was gut so. Ganz ehrlich.
Wisst ihr, ich bin ein kreativer Mensch, ich zeichne, ich nähe und ich lese gerne. Aber all diese Beschäftigungen fallen hinten runter, da ich, wenn ich nachmittags kurz Zeit habe, ich diese eher nutze, um meine Accounts zu checken, als eine Zeichnung zu beginnen.
Noch etwas, was mich anekelt, sind die Personen, die im echten Leben feige, aber im Internet frech sind. Dass so ein Verhalten erbärmlich und traurig ist, scheint niemand zu verstehen. Noch eine Spezies für sich sind die Leute, mit denen man schreibt, welche dann aber in der Schule, oder auf der Straße – mit hochgezogener Augenbraue – so tun, als würden sie einen nicht kennen.

Nachdem ich das alles hier aufgeschrieben habe, werde ich meine Profile nicht löschen, nein. Aber ab jetzt werde ich versuchen, die Zeit, welche ich mit meinem Handy verbringe, drastisch zu verringern und feste Zeiten zu haben, in welchen ich schaue, was in Potsdam und der Welt so los ist.

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